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Alkohol, Drogen und Medikamente – Risiken am Arbeitsplatz

Aktuelle Zahlen der Barmer Krankenkasse zeigen: Rund 1,5 Millionen Menschen wurden 2022 wegen Alkoholsucht ambulant oder stationär behandelt – etwa 50.000 mehr als 2017. Besonders betroffen sind Männer in der zweiten Lebenshälfte, vor allem zwischen 55 und 64 Jahren. Damit bleibt Alkohol die häufigste Suchterkrankung in Deutschland. Gleichzeitig zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: In Norddeutschland leben über ein Drittel mehr Betroffene als im Süden.

 

 

Auch im Arbeitsumfeld stellen Alkohol, Drogen und bestimmte Medikamente (z. B. Schmerz-, Schlaf- oder Psychopharmaka) ein ernstes Risiko dar. Schon geringe Mengen können Reaktionszeit, Konzentration und Urteilsvermögen beeinträchtigen – mit teils schwerwiegenden Folgen: Unfallgefahr, Eigen- und Fremdgefährdung. Eine sichere Arbeitsausführung ist dann nicht mehr möglich. Besonders bei gefahrgeneigten Tätigkeiten wie dem Führen von Fahrzeugen oder Maschinen gilt faktisch „0,0 Promille“. Arbeitgeber:innen dürfen Beschäftigte in einem solchen Zustand nicht einsetzen.

 

 

Prävention bedeutet mehr als reine Information. Sie umfasst klare Strukturen und Zuständigkeiten, etwa in Form von Betriebs- oder Dienstvereinbarungen. Regelmäßige Schulungen, feste Ansprechpartner:innen und ein gut sichtbares Netzwerk an Hilfsangeboten – intern wie extern – stärken das Vertrauen der Beschäftigten. Entscheidend ist, dass alle wissen, wo und wie sie Unterstützung erhalten können. Eine offene Unternehmenskultur, die über Belastungen und Konsum spricht, senkt Hemmschwellen und schützt Betroffene, bevor es zu sicherheitsrelevanten Situationen kommt.

 

 

Gesprächsführung und Intervention erfordern Fingerspitzengefühl. Wer Auffälligkeiten bemerkt, sollte besonnen und wertschätzend handeln. Gespräche beruhen idealerweise auf konkreten Beobachtungen, nicht auf Vermutungen. Ziel ist es, Hilfe anzubieten – nicht zu verurteilen. Viele Betriebe arbeiten mit Stufenplänen, die vom Fürsorgegespräch über klare Vereinbarungen bis hin zu professioneller Unterstützung führen. Eine sachliche Dokumentation und die frühzeitige Einbindung von Fachstellen (z. B. Betriebsarzt oder Personalabteilung) geben Sicherheit und Struktur. Auch wir das Ingenieurbüro Mund unterstützen Sie gerne im Umgang mit dem Thema.

 

Sucht ist eine Krankheit – und Hilfe anzubieten steht immer vor Sanktion.

 

Dieser Text wurde mit der Hilfe von KI erstellt.

 

 

Quelle: Barmer Krankenkasse / tagesschau.de, 22. 01. 2024